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Überaus
praktisch ist es, wenn beim Kochen die
Utensilien griffbereit über dem Herd hängen.
Nicht weniger praktisch ist es, wenn man in
ein Parkhaus einbiegt, dort auch noch Platz
findet und nach wenigen Metern schon in der
Halle steht.
Und dort auch genügend Platz zwischen den
Wettkampfflächen und der Tribüne vorfindet,
so dass Athleten, Betreuer, Funktionäre und
Reporter sich ohne Gedränge bewegen können.
Wenn dann auch noch der Zeitplan eingehalten
wird, es draußen leckeren Kaffee gibt und
auch noch der Vorraum mit einem japanischen
Steingarten dekoriert ist kann man wahrlich
nicht meckern. Kurz gesagt,
Rahmenbedingungen und Organisation waren
hervorragend.
Zudem ist Aschaffenburg recht zentral
gelegen, was vielen Athleten überlange
Autofahrten erspart haben dürfte. |
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Und auch für
die Teilnehmer aus Vietnam, Hawai und
Brasilien, mit dem nahe gelegenen
Frankfurter Airport, gut zu erreichen.
Auch zeigt diese beständige Präsenz weit
gereister Teilnehmer, wie angesehen die
German Open nach wie vor sind.
Entsprechend hoch waren die
Teilnehmerzahlen, so dass es mittlerweile
nicht mehr möglich ist, dieses Turnier an
einem Tag durchzuführen. So hatte man das
Turnier aufgeteilt in Kata Herren Einzel,
Kata Team Damen und Kumite am Samstag und
Kata Damen Einzel, Kata Team Herren und
Kumite am Sonntag.
Üblicherweise war es bei 6 Wettkampfflächen
etwas schwierig die Vorrundenkämpfe zu
überschauen. Umso einfacher war es dann im
Finale, wo es nur noch eine Wettkampffläche
gab und eine gute, stimmungsvolle
Atmosphäre.
Kein Wunder also, dass das Turnier bei so
vielen Athleten so beliebt ist. |
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Die
Wettkämpfe vom Samstag |
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Kata Team
Damen |
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Mit
beeindruckender Ausführung hochgradiger
Shito-Ryu Kata und explosiven Techniken
kämpfte sich das Team aus Vietnam souverän
ins Finale.
Umso überraschender war es dann, das sie
dort mit Gojushiho Dai eine Kata des
Shotokan zeigten und zwar mit ebenso
stilechtem Kihon wie zuvor die Kata des
Shito-Ryu.
Auffallend war hier jedoch das leicht
veränderte Timing der Techniken, welches der
Kata einen interessanten Rhythmus verlieh.
Dass sie dabei den im Shotokan üblichen
hohen Krafteinsatz nicht
ganz erreichten, |
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konnte den
guten Gesamteindruck der Darbietung nicht
schmälern. Im nachfolgenden Bunkai zeigten die Damen
aus Vietnam eine hohe Präzision, mit
durchaus harten Treffern und recht
spektakulären Aktionen.
Und in dieser Form zählen sie für jedes
Turnier zu den Top-Favoriten. Das durch
Nutzung hoher Kata zweier Stilrichtung über
ein mehr als ausreichende Reservoir
schlagkräftiger Kata verfügt.
Interessanterweise zeigte das Deutsche Team
aus Erfurt ebenfalls Gojushiho Dai, was
einen direkten Vergleich erlaubte.
Deutlich war dabei der höhere Krafteinsatz
zu verzeichnen. Jedoch schafften die
Vietnamesinnen mit ihrer kunstvollen Art des
Karate die insgesamt überzeugendere
Darbietung. |
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Das Team aus Erfurt |
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Kata
Herren Einzel |
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Insgesamt 8
Pools waren notwendig um der Gesamtzahl der
Teilnehmer gerecht zu werden. Dies bedeutete
aber auch, dass die Athleten mindestens 5
Kata benötigten um überhaupt bis zum Finale
vorstoßen zu können.
Bezeichnend war hier die Aussage von
Jonathan Mottram. Der Engländer, der
eigentlich die Stilrichtung Shotokan
bevorzugt, nutzte zudem Shito-Ryu Kata wie
Chatanyara Kushanku, um die Vorrunden zu
bestreiten um für die hohe Zahl der
notwendigen Vorrundenkata über eine bessere
Auswahl zu verfügen. Ein Konzept, das
aufgehen sollte.
Schließlich gab es 8 Poolsieger, die um den
Einzug ins Finale stritten. Am knappsten war
dabei wohl die Begegnung zwischen Ilja
Smorguner aus Mainz und Pasi Hirvonen aus
Finnland. Beide mit Nipaipo, wobei Hirvonen
lediglich etwas routinierter wirkte.
Während Jonathan Mottram die Chatanyara
Kushanku zog, um gegen
Tobias
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Portugall zu
bestehen und ins Finale einzuziehen.
Auf der anderen Seite gelang dies
Roman Sztyler, der dafür aber mit
Unsu seine letzte wirklich
kampfkräftige Kata benötigte.
Für das Finale blieb ihm somit die
Sochin, mit der es wahrlich nicht
einfach ist, gegen eine Gankaku zu
überzeugen.
Speziell dann wenn sie
fehlerlos und mit hervorragender
Balance präsentiert wird und so den
Kampfrichtern die Entscheidung nicht
wirklich schwer macht. |
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Kumite |
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Kumite Damen -50
kg |
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Vorwiegend mit schnellen zukis erzielte
Betty Aquilina ihre Punkte gegen Yugneswary Govindasamy aus
Malaysia.
Nur hin und wieder unterbrach sie mit langen Fußtechniken,
etwaige Angriffsabsichten ihrer Gegnerin. |
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Die aus Hawai stammende US-Amerikanerin
Eimi Kurita hatte wohl die längste Anreise. Eine, die sich
in diesem Fall aber wahrlich gelohnt hat. Ihr Sieg im Kumite
war mit 8:0 vorzeitig und überzeugend. Hervorragende
Übersicht, blitzschnelle Reaktionen beim Kontern, wo sie dem
zuki von Lucille Breton aus Frankreich auswich und einen
fantastischen Ura-Mawashi Geri folgen ließ.
Aber nicht nur im Kumite wußte Eimi Kurita zu überzeugen.
Auch im Kata Einzel waren ihre Darbietungen sehenswert.
Lediglich die Vietnamesin Thu Ha Do Thi konnte sie stoppen,
wobei beide Athletinnen Anan zeigten. Die Hawaianerin in
stilreinem, klassischen Karate und die Vietnamesin etwas
sportlicher und lauter. Zwar hätte ich Kurita's Darbietung
höher bewertet, aber auf diesem Niveau ist es wirklich
schwer Entscheidungen zu treffen.
So blieb Kurita der Kampf um Platz 3, den sie mit einer
eindrucksvollen Chatanyara Kushanku (die vielleicht auch
gegen Do Thi den Erfolg gebracht hätte) gegen Emma Lucraft,
aus demselben Verein wie Jonathan Mottram stammend, gewann.
Für mich war Eimi Kurita mit ihren hervorragenden Leistungen
in Kumite und Kata die Topathletin des Turniers. |
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Kumite Damen -68
kg |
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In einem bis zum Schluß spannenden und
offenen Kampf schaffte Tiffany Fanjat einen knappen Sieg
gegen Maria Weiß
vom TV Hersbruck |
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Kumite Damen +68
kg |
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In der rein Niederländischen Begegnung und
einem streckenweise verhaltenen Kampf schaffte Vanesca
Nortan letztlich den entscheidenden Punkt gegen Ciska Van
der Voort |
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Kumite Herren -60 kg |
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In einem, von beiden Athleten überlegt
geführten Kampf, mit spontanen, überfallartigen Attacken
schaffte Pierre Grifnee aus Belgien eine knappe Führung. Mit
guten Kontern und dem etwas flexibleren Kampfstil schaffte
Stefan Pokorny aus Österreich den Ausgleich und schließlich
die knappe Führung. |
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Kumite Herren -67 kg |
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Ein actiongeladener Kampf, gespickt mit
Beintechniken, Wurftechniken und dynamischen zukis. So ließ
Guillermo Ramirez aus Kolumbien dem Ura Mawashi Geri von
Matthieu Cossou aus Frankreich einen Fußfeger folgen, der
diesen aus der Kampffläche schleuderte. Dennoch war es ein
bis zum Ende ausgeglichener Kampf, den Ramirez mit einem
energischen zuki erst zum Kampfende
für sich entscheiden konnte. |
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Kumite Herren -84 kg |
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Mit Christian Grüner stand ein
routinierter Athlet des DKV im Finale. Der es gegen einen
agilen Jovanovic Milos aus Serbien allerdings nicht einfach
hatte. So ging Milos zunächst in Führung und setzte dann den
Kampf hoch motiviert fort. Erst im letzten Drittel des
Kampfes und unter zunehmender Anfeuerung aus dem Publikum
gelangen Christian Grüner die entscheidenden Punkte. |
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Kumite Herren +84 kg |
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Mit der beste Kampf des Abends war die
Begegnung der beiden Deutschen Athleten Jonathan Horn und
Enrico Höhne. Dabei gelang es Jonathan Horn immer wieder auf
spektakuläre Weise unter den Angriffen von Höhne abzuducken,
um dann Wurftechniken folgen zu lassen die für Enrico Höhne
in recht harten Abstürzen Richtung Mattenboden endeten,
zuweilen auch schon mal außerhalb der Kampffläche. Und
Jonathan Horne konnte damit recht eindeutig demonstrieren,
warum im alten Karate, also vor gut hundert Jahren,
Fußtechniken Richtung Jodan als nicht kampftauglich bzw. für
den Ausführenden als riskant galten. |
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