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Dort erlebten sie einen Kanazawa der
nichts von seiner agilen Spontanität verloren hat. Sehr
lebendig auf eine gewisse Art geduldig und ungeduldig
zugleich. Geduldig mit den Schülern und ungeduldig gegenüber
der Zeit, die ihm viel zu kurz ist um all das, was er
weitergeben möchte, in einer Stunde unterzubringen. So ist
ein gutes Gedächtnis das Beste was man zu einem Lehrgang Kanazawa's mitbringen kann. Denn aufs äußerste
detailiert
beschreibt und unterrichtet er jede Technik. Dabei erklärt
er nicht nur die korrekte Biomechanik einer Bewegung,
sondern unterlegt dies auch gleich mit anschaulichen
Beispielen.
Seine Bewegungen sind von einer durchdringenden Dynamik und
man spürt deutlich die Entschlossenheit in jeder seiner
Techniken. Und trotzdem sind diese überraschend locker.
Das Kime entsteht wie von selbst in einer Art meisterlichen
Ruhe und trotzdem gefährlich machtvoll. Dabei erinnern
einige Aspekte in der Ausführung seiner Techniken an das
alte okinawanische Karate. Aber nicht nur
sein Karate ist eindrucksvoll auch seine Höflichkeit ist
auffallend. Wenn er das Gebäude verlassend mit einer, wie
angeboren anmutenden, leichten Verbeugung die Umstehenden
grüßt und dabei gleichzeitig spüren läßt, daß man seiner
Aufmerksamkeit kaum entgehen kann. Dann kann man erahnen was
den Unterschied ausmacht zwischen Karate machen und Karate
leben.
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